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Die einzelnden Stationen auf dem Weg zum Pokerprofi
Autor: Redaktion17. 10. 2007
Jeder Pokerspieler hat seinen eigenen Entwicklungsweg. Aber beim Spielstil lässt sich ein Schema feststellen. Nehmen wir das etwas genauer unter die Lupe.
1. Der Anfänger

Wer gerade erst begonnen hat, und noch nichts über das Pokern gelernt hat, ist fast ohne Ausnahme zu loose (geht zu oft mit) . Er erhöht zu selten, meistens zur unpassenden Zeit, und die Menge der Erhöhungen sind nicht im optimalen Bereich. Dafür ist er sehr gern Bereit, die Erhöhungen anderer mitzugehen. Mit diesem Stil ist er zum Verlieren verurteilt.
Ein Teil dieser Spieler erkennt, dass es hier nicht reicht, auf sein Glück zu warten und beginnt das Spiel kennen zu lernen. Sie bemerken, dass man die Regeln leicht erlernen kann, aber ein erfolgreiches Spiel insgesamt viel schwerer ist. Sie stellen fest, dass sie bei Micro und Low-Limit Spielen mit dem Tight Stil (vorsichtiges Spiel, nur mit premium Starthänden), der leicht zu beherrschen ist, nicht viel, aber regelmässig gewinnen können.

2. Der Tight Spieler

Die nächste Station im Spielerleben ist der Tight - Abschnitt. Der Spieler spielt  tight (vorsichtig), freut sich aber über seine regelmässigen Gewinne. Sein Geld bezieht er meist daraus, dass er nur mit den besten Händen spielt und von Fehlern seiner Gegner profitiert. Mit der Zeit sammelt er viele Erfahrungen und erkennt, dass er mit gut gespielten Händen sein Profit noch erhöhen kann. Er beginnt mit ein paar spekulativen Erhöhungen und Bluffs und merkt: Da geht noch mehr.

3. Der gereifte Spieler

So langsam ist die Katze aus dem Sack. Unser Spieler gewinnt immer mehr, und macht das, was seine Gefühle diktieren. Er spielt auch mit schlechteren Starthänden sehr gut, erkennt die Bluffs und Semi-Bluffs, da er inzwischen das Spiel sehr gut lesen kann. Er geniesst das Pokern, und fühlt sich immer sicherer am Tisch. Der Ultra Tight Stil ist vergessen, und immer mehr Hände werden wertvoller mit denen er sein Profit erhöhen kann. Der Spieler erfährt eine grosse, aber auch gefährliche Veränderung. Ein neuer kreativer Stil kommt zum Vorschein der Loose Agressive Stil. Bei der Umstellung auf diesen Stil muss er höllisch aufpassen, um nicht zu loose zu werden. Das ist der letzte und schwierigste Schritt, wenn man den schafft und weiterhin stabil am Gewinnen ist, hat man das Ziel erreicht.

4. Der Profi

Der Spieler ist in der Lage sein Spiel dem Tisch angemessen zu varieren. Das kreative Pokernist kein Problem mehr, er gewinnt auch oft mit der schlechteren Hand. Er hat alles unter Kontrolle, weiss zu jeder Zeit was am Tisch passiert. Dieser ausgebildete Spieler gewinnt schon viel Geld, und macht sich in Pokerkreisen einen Namen. Seine Erfolge in der Zukunft hängen dann massgebend von seinem Bankroll Management und seiner Fähigkeit ab, sich das richtige Spiel auszusuchen. Wenn er dann mit der Zeit geht, weiter lernt, neue Strategien entwickelt und sich dem Spiel weiterhin widmet, kann er, wenn er möchte, von seinem neuem erlernten Hobby auch sein Leben finanzieren.

Aber Vorsicht! Lasst euch nicht täuschen! Man muss sehr viel arbeiten und lernen, um sich das notwendige Wissen für einen Profispieler anzueignen. Der grösste Teil der Spieler schafft das nie!
Manche mögen begabter sein, aber auch sie müssen lernen. Andererseits kann man auch mit viel Arbeit und Ausdauer zu einem guten Spieler reifen.

Auszüge verwendet aus:    Ray Zee: The Different Stages in  Players Life

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