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Sorel Mizzi - hat er wieder geschummelt?
Autor: Redaktion19. 10. 2008
Auf den Tag genau vor einem Jahr platzte die Bombe mit der Nachricht. dass man Chris Vaughn, den Chefredakteur des Bluff Magazine und Sorel Mizzi, den jungen Pokertitanen in der mit $1 Million dotierten Full Tilt Guaranteed Turnier beim Schummeln erwischt hat. Nur langsam wurde es um diesen Skandal leiser, bis gestern erneut laute Töne zu hören waren. Auch bei der diesjährigen WCOOP hat Mizzi geschummelt.
Der Account von Sorel Mizzi (zangbezan24), eines der vielversprechensten jungen Pokerspileler, wurde gestern von PokerStars gesperrt. Obwohl noch keine offiziellen Erklärungen vorliegen, sickerten Informationen durch, dass der kanadische Spieler die Regeln der WCOOP schwer verletzt hat. Man berichtet darüber, dass Mizzi nicht unter seinem User-Namen am Wettkampf teilgenommen hat, sondern unter dem ebenfalls gestern gesperrten User-Namen Etoi, der vor einigen Wochen - sofern er wirklich selber gespielt hat - das Sunday Warm Up Turnier gewann.

Mizzi ist sozusagen schon vorbestraft, hatte er doch bereits einen ähnlichen Fall, der für grossen Wirbel in der Pokerwelt sorgte. Chris Vaughn, damaliger Chefredakteur des  Bluff Magazine erreichte am 21.Oktober 2007 das Finale der letzten 24 bei dem mit $1 Million dotierten Full Tilt Turnier, doch seine Internetverbindung geriet ins Stocken. Er schrieb eine MSN-Nachricht in die Redaktion zu Mizzi, der zu dieser Zeit dort sass und arbeitete, mit der Bitte für ihn weiter zu spielen, bis er in der Redaktion  eintraf. Selbst  das verstiess bereits gegen die Regeln, aber Mizzi hatte eine „noch bessere  Idee". Er kaufte den Account seines Chef und beendete den Wettkampf  mit dem Sieg.

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Schnell deckte man diesen Schwindel auf. Beide belegte man mit einem Verbot bei Full Tilt Poker Ausserdem wurden sie auch aus der Redaktion des Magazins entlassen. 

Wie lange schmunzelst Du noch  Mizzi?

Viele Gerüchte machen inzwischen die Runde, dass Profipokerspieler die Acconunts von Spielern in der Endphase eines wichtigen Wettkampfes aufkaufen. Damit gelangen sie in den Genuss eines Doppelvorteils, denn die Gegner sind nicht vorbereitet auf eine neue Spielart, denn alle bisherigen Beobachtungen führen direkt in eine Falle. Ausserdem ist der neue Spieler frisch und unverbraucht, da er nicht an dem vorherigen stundenlangen Kämpfen teilgenommen hat. Die Online-Pokerräume reagieren ausserordenlich streng auf solche Fälle.

Sollte sich das erneute Falschspiel bewahrheiten, könnte das leicht das Ende der Pokerlaufbahn von Mizzi bedeuten. 
  
Mizzi: Ich bin unschuldig!

In einem bekannten Pokerforum reagierte Mizzi im Eiltempo darauf und berichtet über die Details des Falles.. 

Zitat: In Barcelonai auf  meinen Flug nach London wartend , fiel mir plötzlich  ein, dass ich mich für das WCOOP $300 PLO Turnier angemeldet hatte. Der Flug dauert nur eine Stunde. Deshalb rief ich einen Freund an und bat ihn sich anzumelden und solange für mich zu spielen, bis ich das Hotelzimmer erreicht habe. 90 Minuten später war ich dann tatsächlich im Hotel. Ich rief meinen Freund an, er solle sich abmelden und übernahm danach das Spiel.

Das war das erste Mal seit dem Skandal im letzten Jahr, dass jemand anders mit meinem Account gespielt hat. Ich glaube, ich hatte keine andere Wahl, bin also völlig unschuldig.

Ich weiss, ich hätte schlauer sein müssen. Deshalb nehme ich den nachträglichen Ausschluss aus dem Wettkampf an... .  Meiner Meinung nach hat PokerStars aber nur darauf gewartet, um etwas gegen mich in der Hand zu haben. So kam ihnen dieses kleine Vergehen gerade recht.

Es ist aber nicht wahr, dass  mich PokerStars ausgeschlossen hat , mein Account wurde nur für 6 Monate gesperrt, später sogar auf nur 3 Monate verringert.

Mit dieser Strafe bin ich nicht einverstanden. Sie erscheint mir verhältnsismässig zu hoch. Natürlich unterstütze ich auch die Bemühungen, dass das Portal für die Einhaltung der Regeln kämpft.


Zumindest wissen wir jetzt dass Mizzi nicht mit einem zweiten Account gespielt hat. Allerdings sollte ein Profi mit grösserer Umsich aggieren vor allem wenn er sich schon einmal zum schummeln hat hinreisen lassen .


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